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Mitarbeitergespräche

Mitarbeitergespräche
Konzept                                                                           Stand: 30.03.20


Top 1: Ziele

Förderung der Fähigkeiten eines Ehrenamtlichen
Bewusste Kommunikation mit Ehrenamtlichen
Entwicklung und Begleitung von Persönlichkeiten
Begleiter in Lebenssituationen sein als Hauptamtlicher / Verantwortlicher

Unterziel: Aufbau von zukünftigen Ehrenamtlichen die z.B. befähigt sind Freizeiten zu leiten oder entsprechend ihrer Begabung in Musik, Technik, Kreativität - Angebote im eje / in der Jugendarbeit anzubieten oder zu verantworten. 

Top 2: Begründung

Als Bezirksjugendwerk bilden wir über die Schulungswoche pro ja ca. 20 neue Ehrenamtliche für die Orte aus. Diese jungen Menschen sind überwiegend um 16 Jahre und streben den Schulabschluss an. Wenn wir hier als Hauptamtliche im eje interessiert an ihnen dran bleiben, dann können wir als Ideengeber für FSJ, Studium, Ausbildung auch auf die sozialen Arbeitsfelder hinweisen. (Indirekte Vermittlung das Juref sein cool ist). Zugleich möchte ich aber betonen, dass wir keinen Zwang oder Druck ausüben. Freie Meinungsbildung ist und bleibt oberstes Gebot.

Vor Ort: Das Gespräch kann an jedem Ort durchgeführt werden. Je nach Person macht es evlt. auch Sinn, das Gespräch im Heimatort zu machen. So bekommen wir als eje einen besseren Einblick und die Person ist in ihrem Umfeld.

Profil: In diesen Gesprächen muss ein Bereich für Fragen bereitgehalten werden, die auch Glaubensthemen betreffen. Denn das macht uns als eje aus, dass hier über Glauben gesprochen werden kann.

Dokumentation: Die Gesprächsinhalte werden stichwortartig verschriftlicht. Damit unterstütze ich meine eigene Erinnerung und kann dies ggfs an andere Kollegen/innen weitergeben wenn diese mehr mit der Person zu tun haben.

Zielgruppe:

Es gibt denkbare Varianten:
1. Wir beginnen mit den Gesprächen bei unseren Youngsters. Also Leute die beim Grundkurs dabei waren in 2019.
2. Hauptamtliche legen die Liste der Ehrenamtlichen fest (ohne Altersbegrenzung)
3. BAK legt die Zielgruppe fest

Herausforderung: Die Gespräche werden so individuell sein wie die Personen, mit denen wir die Gespräche führen. Denn die meisten stehen voll in Umbruchsituationen und müssen erste grundlegende Entscheidungen treffen. Wie z.b. Schulabschluss, Studieren oder Ausbildung. Welcher Beruf soll es werden, Welches Lebensmodell strebe ich an? Usw.

Umfeld: Die Gespräche bleiben weitestgehend vertraulich und personenbezogen. Mögliche Beteiligungsfelder können auf Ortsebene angestrebt werden, sofern das die Person möchte.

Top 3: Umsetzung

Zeitlicher Rahmen

Für ein Gespräch wird eine Stunden angesetzt. Der Termin wird im Vorfeld und rechtzeitig vereinbart.

 

Jährlich

Festlegung der Liste durch verantwortliche in der Jugendarbeit

Abgrenzung

Das Gespräch ist nicht beliebig. Es wurde bewusst terminiert und hält sich nicht bei Belanglosigkeiten auf. Smalltalk über Wetter oder aktuelle Situation können maximal in der Begrüßung auftauchen. Aber dann ist die Konzentration auf das eigentliche Gespräch zu leiten. Die Fragen führen immer auf die Person. Nicht auf allgemeines oder die unsere Jugendarbeit im eje oder vor Ort.

 

Top 4: Listen

Fragenkatalog

Anlage M1 als Hilfestellung gedacht

ENDE „…und du wirst gut daran tun, wenn du sie weiterbegleitest, wie es würdig ist vor Gott!“ (3. Johannes 6)

M1 Fragekatalog für Gespräche:
·
  Woran arbeitest Du gerade?
·
  Kommst Du mit Deinen Projekten gut klar?
·
  Gibt es etwas, worüber Du mit mir reden möchten?
·
  Was motiviert Dich in der Schule / im Job besonders?
·
  Hast Du Probleme, bei denen wir Dir helfen können?
·
  Was hast Du im letzten Jahr gelernt?
·
  Wo würdest Du dich gerne noch weiterentwickeln?
·
  Wie können wir Dir dabei helfen?
·
  Bist Du mit der Atmosphäre / Zusammenarbeit zufrieden?
·
  Bekommst Du regelmäßig Feedback oder würdest  Du dir häufigere Rückmeldung wünschen?
·
  Hast Du Spaß bei der Arbeit?
·
  Was würdest Du dir von mir wünschen?
-
Wo kannst du deinen Glauben leben?
- Hast du eine Gruppe oder Hauskreis wo Du „Kraft“ tanken kannst?
- Was ist deine Tankstelle für Gotteskraft?

- Besuchst du Gottesdienst?
- Gibt es ein Glaubensthema, dass dir Freude macht / an dem Du zweifelst?

- Wollen wir miteinander beten (Fürbitte, Klage, Dank?)

 

Geschlossene Fragen

haben erst in der Endphase (auf das Ergebnis) hin einen Sinn.

(Ja/Nein)

Offene Fragen

öffnen den Raum zum Gesprächsbeginn. (Wer? Wie? Was? Wie

lange? Wann? Wo? Warum?)

Suggestivfragen

sind in unserem Kontext eher verboten, z.B. „Sind sie nicht auch wie

ich der Meinung, dass…?“

Rangierfragen

klären z.B. das „Zuerst“ und „Danach“.

Rückversicherungs- /

Spiegelungsfragen

gehören auch ans Ende des Gesprächs: „Habe ich Sie an der Stelle

recht verstanden, dass ich Ihnen im Budget entgegen komme?“

Systemische Fragen

sind Beziehungsfragen, um die Bezüge insgesamt herzustellen:

„Was vermutet ihr denn, was die Zuschauer sagen würde?“

 

Erstellt durch: Michael Weisbach

Fragen hierzu und als Referent anfragen: michael.weisbach@eje-esslingen.de