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Das Konfirmanden-Camp des Evang. Jugendwerk Bezirk Esslingen

Inhalt

1.    Einführung
1.1
Entstehung
1.2
Chancen und Herausforderungen
1.3 Motivation und Ziele für diese Arbeit
1.4 Strukturen, Kooperation, Vernetzung

2.    Pädagogisches Konzept
3.   
Leistungen des eje
4.   
Finanzen
5.   
Perspektiven
6.   
Anhang


1.    Einführung

Eine kurze Definition: Für ein Wochenende zwischen Pfingsten und den Sommerferien treffen sich die KonfirmandInnen eines Kirchenbezirkes in einem Zeltlager. Pfarrerinnen und Pfarrer, ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen1 aus der Jugend- und Gemeindearbeit gestalten mit den Jugendlichen ein ereignisreiches Wochenende für die KonfirmandInnen.


1.1 Entstehung

Das erste bezirksweite Konfirmanden Camp2 wurde 1993 vom Evangelischen Jugendwerk Bezirk Freudenstadt in Kooperation mit dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw) auf der Dobelmühle bei Aulendorf durchgeführt. Die Idee und das Konzept der Konfi-Camps hat in den folgenden Jahren weite Kreise gezogen und   auch die Grenzen Württembergs übersprungen. Im Kirchenbezirk Esslingen wurde das Konfi-Camp erstmals 1996 durchgeführt. 1999 gab es eine groß angelegte Dokumentation und Arbeitshilfe zum Thema Arbeit mit KonfirmandInnen. Dies erfolgte im Rahmen des DEKT3. Dennoch wurde das Konfi- Camp nur zwei Jahre später eingestellt. Gründe für das nicht Weiterführens des Konfi- Camps konnten nicht gefunden werden. Erst 2003 wurde das Konfi-Camp wieder in den Blick genommen. Grund hierfür war der enorme Aufwand für den Konfi-Tag, welchen man anstatt des Konfi-Camps geplant hatte. Auszug aus dem Protokoll vom 20.01.2003:

Die Erwartungen für das Jahr 2003 wurden nicht erfüllt. Distrikt Wernau/Plochingen hat Interesse an Distriktkonfitag. Nähere Überlegungen hierzu bei zusätzlicher Kraft im eje. Der Konfitag am 11.10.2003 soll nicht stattfinden, stattdessen ein Konficamp 2004. Der Vorbereitungsaufwand ist fast so hoch wie ein Konficamp, aber es ist weniger Nachhaltigkeit erkennbar.

2004 bestand die Leitung des Konfi-Camps aus Christof Epple (Gesamtleitung), Jürgen Kehrer, Markus Benz, Martin Allmendinger und Ulrike Kuhn.

Seit 2004 findet das Konfi-Camp jährlich, meistens auf dem Gelände des EJW Göppingen, in Rötenbach statt. In den wenigen Jahren wo man de Platz wechseln musste wurde das Camp auf dem Platz des VCP Württemberg dem Schachen durchgeführt. In der Zuständigkeit und Hauptleitung für das Konfi-Camp änderte sich über die Jahre einiges. Seit 2017 ist Jugendreferent Frederic Postic für die Leitung und Organisation des Konfi-Camps zuständig. 2021 ist einmalig ein Doppelcamp auf der Dobelmühle geplant. Dies wäre dann das 21. Konfi-Camp des Kirchenbezirk Esslingen.

 

1.2 Motivation und Ziele für diese Arbeit

Für manche PfarrInnen sind selbstorganisierte Wochenenden für die KonfirmandInnen oft eine große zusätzliche Belastung. Die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung und Durchführung benötigt Zeit, Kraft und die Mithilfe ehrenamtlicher MitarbeiterInnen vor Ort. Außerdem ist für viele Jugendliche das Wochenende mit der manchmal kleinen Konfirmandengruppe doch recht „uncool“. Daraus entstand die Idee, für alle KonfirmandInnen eines Kirchenbezirks ein gemeinsames Wochenendhighlight anzubieten. Das Konfi-Camp bietet hier ein Kontrast. Die Ortsgemeinde meldet sich für Konfi-Camp an aber hat keinen großen Aufwand in der Vorbereitung oder Organisation, dies wird als Dienstleistung vom Bezirksjugendwerk übernommen. Das Konfi-Camp soll KonfirmandInnen in ihrer Lebenswelt für den christlichen Glauben gewinnen, für ein Leben in der Gemeinde motivieren und Hilfestellung für ihre aktuellen Lebens- und Glaubensfragen geben. Konfirmandenunterricht im üblichen Sinne wird diesem Ziel allein nicht gerecht. Im Zuge einer Verknüpfung der Jugendarbeit mit dem Konfirmandenunterricht ermöglicht ein Konfi-Camp das Erreichen folgender Ziele:

  • PfarrInnen werden in einer anderen Rolle erlebt
  • Bezugspersonen aus der Jugendarbeit werden kennengelernt
  • Die KonfirmandInnen erleben eine jugendgemäße Verkündigung mit entsprechenden Formen und Methoden, die in einer einzelnen Gemeinde kaum umgesetzt werden können
  • Die Lebenswelt Jugendlicher wird bewusst ernst genommen. Es werden Hilfestellungen in Lebens- und Glaubensfragen angeboten

-  Die Jugendlichen erleben eine neue Seite von Kirche. Das Massenerlebnis entspricht den Lebensgefühlen von Jugendlichen. “Die Kirche besteht nicht nur aus alten Leuten! Es gibt mehr von uns.“ Große Gemeinschaftserlebnisse prägen Jugendliche oft langfristig

-       Für Gemeinden, die aus personellen Gründen keine Konfirmandenarbeit durchführen können, ist es ein Angebot im Sinne entlastender Dienste

-       Die Erfahrung beim Konfi-Camp soll PfarrInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen motivieren, auch in den Gemeinden und Bezirken enger zusammen zu arbeiten

-       Das Konfi-Camp ist eine Kontaktfläche für das Bezirksjugendwerk um Kontakt mit jüngeren aber auch älteren MitarbeiterInnen aus den Orten, die sonst nicht so oft im Bezirk auftauchen, zuknüpfen

-       Vernetzungs- und Austauschplattform für ehrenamtliches Arbeiten und Engagement

1.3 Chancen und Herausforderungen

Bei solchen Großveranstaltung gibt es etliche Chancen aber auch Herausforderungen die zu bedenken sind. Die nachfolgenden Punkte können sowohl Chance als auch Herausforderung sein. Hierbei können nicht alle Aspekte beleuchtet werden, dennoch sollen die markantesten hervorgehoben werden.

Jahrgang
Jedes Jahr geht ein neuer Konfirmanden-Jahrgang mit auf das Konfi-Camp. Die KonfirmandInnen sind meistens 14 Jahre alt. Dennoch gibt es immer wieder auch kleine Ausreißer die dann sich um 1 Jahr nach oben oder unten ausdehnen. Die große Chance die hier besteht ist, dass Jugendliche die Kirche und die Jugendarbeit neu oder das erste Mal erleben können. Dies ist die größte Chance die das Konfi-Camp bietet, so vielen jungen Menschen zu begegnen. Denn es gibt kein anderes kirchliches Ereignis wo so viele Jugendliche auf einmal zusammen kommen, wie während der Konfi-Zeit und auf dem Konfi-Camp. Man kann die Jugendarbeit und auch Kirche bzw. Glaube mit positiven Erfahrungen verbinden und Lust auf mehr machen.Der neue Jahrgang birgt aber auch Herausforderungen, da man immer wieder von null anfangen muss. Der Jahrgang beginnt meist erst nach dem Konfi-Camp mit dem Unterricht – dieser Punkt wird unter Punkt Gemeinde noch vertieft – und daher gibt es wenige Vorerfahrungen oder Begegnungen mit den Konfis. Beim inhaltlichen Programm kann nicht auf bekanntes aufgebaut werden, da meist keine Erfahrungen mit Jugendarbeit oder der Kirche bzw. dem Glauben bestehen. Dies erfordert eine gute Vorbereitung und gutes Durchdenken der Angebote.GemeindeEin weiterer Punkt der im vorausgegangen Punkt schon angesprochen wurde, sind die Ortsgemeinden. Es gibt im Kirchenbezirk Esslingen insgesamt 21 Gemeinden. Dies ist mit einer der größten Herausforderungen, diese Unterschiedlichkeiten unter einen Hut zu bekommen. Da jeder Pfarrer und PfarrerIn, jede Kirchengemeinde sein/ihr ganz eigenes Konzept für die Konfirmation fährt. So gibt es beispielsweise Gemeinden die ihren Konfirmanden-Unterricht erst nach den Sommerferien beginnen andere wiederum beginnen sogar teils vor der Pfingstferien und andere wiederum irgendwo dazwischen. Dies führt dazu dass das Anmeldefahren nicht einheitlich zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden und somit auch für das Konfi-Camp, die Zahlen, zum Teil extra dafür eingeholt werden müssen. Dies erfordert eine gute Zeitplanung und eine gewisse Flexibilität.Des Weiteren sind die einzelnen Gemeinden auch unterschiedlich von ihrem Milieu gelagert. Diese unterschiedlichen Milieus prallen dann auf dem Camp aufeinander, dies zeigt sich dann auch wiederum in der Programm Ausgestaltung. Welche an die unterschiedlichen Milieus angepasst werden sollte.


Programm

Bei solchen großen Veranstaltungen, wo jedes Jahr neue „Besucher“ aus unterschiedlichen Gemeinden zusammen kommen, stellt sich natürlich auch die Frage nach dem was an Programm angeboten wird.

Wie können bei den Angeboten alle beteiligt werden und dennoch ein kurzes packendes Programm gestaltet werden. Welches Thema spricht die KonfirmandInnen an? Das Programm soll Lust auf den Glauben und die Jugendarbeit machen. Klasse und Masse - geht das?

1.4 Strukturen, Kooperation, VernetzungZeitraum

  • Zeitschiene des Konfi-Camps befindet sich im Anhang
  • Wochenende zwischen Pfingsten und den Sommerferien
  • Zusätzliche Auf- und Abbautermine

Leitungsteam:

  •  JugendreferentIn nach Dienstauftrag
  •  KonfirmandenpfarrerIn
  •  JugendpfarrerIn
  •  Küchenleitung
  •  Weitere zusätzlich angefragte PfarrerInnen und JugendreferentInnen

Weitere Teams

  • Abendprogramm
  • Konfi-Einheit
  • Samstagnachmittag (Stationenlauf)
  • Workshops / freie Angebote
  • Media
  • Technik

Kooperationen mit

  •  Ortsgemeinden
  •  Jugendpfarramt
  • CVJM Esslingen
  •  EJW Göppingen (Haus und Gelände)
  •  Michael Diehl Technik
  •  Band VollGas

Vernetzung:

  • Bezirkstreffen Konfirmanden-Camp Rötenbach
  •  EJW Landesseminare
  •  EJW Studientage & Konvente

2.    Pädagogisches Konzept

Vernetzen * Multiplizieren * Befähigen * WeiterentwicklungDiese vier Stichpunkte sollen der Kern der Arbeit des Evang. Bezirksjugendwerks Esslingen sein, daher sollen diese vier Punkte sich auch im pädagogischen Konzept wiederfinden.

*Vernetzten*

Das Konfi-Camp ist DIE Vernetzungsplattform im Altersbereich 13-17. Bei keinem anderen Event im Kirchenbezirk kommen so viele Menschen auf einmal zusammen. Hier können sich die unterschiedlichsten Menschen mit einander vernetzen, sowohl die KonfirmandInnen, die MitarbeiterInnen, die PfarrerInnen sowie die JugendreferentInnen.Ein übergeordnetes Ziel ist, dass die neu beginnenden Konfi-Gruppen am Start ihrer Gruppenphase in guter Weise zusammenfinden und als gestärkte Gruppe ins Konfi- Jahr starten. Um dies zu ermöglichen wird sowohl im organisatorischen Bereich, als auch bei der methodischen Umsetzungen des Themas darauf geachtet, dass die Gruppen aus den einzelnen Orten in sich gestärkt werden und die Teilnehmenden das Konfi-Camp als gut angeleitete und begleitete Orts-Gruppe erleben. Es wird darauf geachtet, dass genügend MitarbeiterInnen die KonfirmandInnen begleiten. Der Betreuungsschlüssel wird hierbei auf 1:7 gesetzt. Dadurch werden die PfarrerInnen entlastet und die OrtsmitarbeiterInnen haben die Chance die KonfirmandInnen kennenzulernen.

Es müssen auf dem Camp Orte geschaffen werden, wo ein gemütliches beieinander sitzen möglich ist. Einerseits ist dies beim Bistro möglich, wo Bistromöbel stehen, die zum gemütlichen Verweilen einladen und sich vor allem PfarrerInnen gerne aufhalten und ansprechbar sind. Die MitarbeiterInnen sind entweder auf dem Platz bei unterschiedlichen Aktionen direkt im Kontakt. Oft ist auch die Materialausgabe ein guter Platz um sich mit anderen MitarbeiterInnen oder PfarrerInnen zu unterhalten. Natürlich ist auch Abends/Nachts ein gehäuftes MitarbeiterInnen Aufkommen, wenn die TeilnehmerInnen4 im Bett sind. So entstehen Orte um sich zu vernetzten und voneinander zu hören. Daher müssen diese Orte geschaffen und auch bespielt werden.


*Multiplizieren*

Das Konfi-Camp ist eine große Vernetzungsplattform und dadurch ebenfalls auch ein sehr guter Multiplikator für Jugendarbeit. Das Konfi-Camp ist, zumindest in vielen Köpfen das große Aushängeschild für Jugendarbeit. Das Konfi-Camp ist neben den Freizeiten oft der erste Kontakt mit der Bezirksjugendarbeit. Dies gilt nicht nur für die TeilnehmerInnen sondern auch für etliche MitarbeiterInnen. Es gehen noch nicht alle Gemeinden aus dem Kirchenbezirk mit auf das Konfi-Camp. Dennoch können wir über die letzten Jahre verzeichnen, dass sich immer wieder eine Gemeinde anschließt – manchmal auch nur dadurch, dass sie ihre eigenen TN mit einer anderen Gemeinde mitschicken. Dies zeigt, dass das Konfi-Camp eine hohe Akzeptanz besitzt und es auch möglich ist, dass Gemeinden miteinander kooperieren um den KonfirmandInnen dieses Erlebnis zu ermöglichen. Durch diese Multiplikatoren finden immer noch stetig KonfirmandInnen zu uns. Gleichfalls gilt dies auch für MitarbeiterInnen. Es gibt einige wenige konstante MitarbeiterInnen die jedes Jahr für ihre Gemeinde mit auf das Konfi-Camp gehen, dennoch finden auch viele junge MitarbeiterInnen den Weg auf das Camp und dabei auch den Weg in die bezirksweite Jugendarbeit. Ein Gedanke ist dabei, dass vor allem die Grundkurs-TeilnehmerInnen darauf angesetzt werden sollen, mit auf das Camp zu kommen, um dort weitere Erfahrungen zu sammeln und die Inhalte, die sie während der Schulungswoche gelernt haben, auch umsetzen können. Des Weiteren können sie auch neue Fähigkeiten ausprobieren und sich weiterentwickeln.

Durch die Größe des Konfi-Camps ist dies auch eine hervorragende Plattform um für die Jugendarbeit Werbung zu machen. Sei es der Jugendgottesdienst oder die Freizeiten. Hierdurch kann eine Kontinuität geschaffen werden, in welcher die KonfirmandInnen erkennen, wo und was alles Jugendarbeit heißt und Lust darauf bekommen.

 

*Befähigen*

Das Befähigen spielt auf dem Konfi-Camp eine wichtige Rolle. Denn es werden nicht nur die KonfirmandInnen „befähigt“ sondern auch die MitarbeiterInnen.Auszug aus der Projektbeschreibung für den LJP 20205:Anhand von kreativer, künstlerischer, spielerischer und anderen Methoden setzen sich die Jugendliche einerseits mit dem Thema „Was glaube ich? bzw. was kann ich noch glauben?“ auseinander, in politischen wie auch religiösen Aspekten. Andererseits soll es um die eigene Persönlichkeit gehen, wo Jugendliche selbst über ihre religiöse Bildung nachdenken können.Durch das gemeinsame Austauschen von Erfahrungen, kann eine eigene Meinung gebildet werden und somit reflektiert werden, wer und was mich prägt. Das Thema hat in dem Sinne auch einen politischen Aspekt. Die Politik Verdrossenheit rührt auch daher, dass Jugendliche nicht mehr wissen, was Sie den etablierten Parteien noch glauben können. Fridays for future zeigt, dass Jugendliche sich ihre eigenen Sichtweisen entwickelt haben. Auf dem Konfirmanden-Camp soll gefördert werden, seine Ansichten zu überprüfen und in der Gruppe zu reflektieren. Das gemeinsame Lernen und das das eigene reflektieren sind zentrale Elemente. Das Erleben von eigenen Fähigkeiten, in kognitiven, sportlichen, musisch-kulturellen künstlerischen Bereichen stärkt das Selbstbewusstsein des Einzelnen.Die KonfirmandInnen sind natürlich eher im öffentlichen Fokus und das Camp zielt darauf sie zu befähigen und zuzurüsten. Die KonfirmandInnen sollen nicht nur pädagogische befähigt werden sondern auch geistlich. Dazu gibt es zwei klar gesetzte Zeiten. Dies ist der Samstagvormittag, wo Konfirmandenunterricht Inhalt durch die PfarrerInnen und durch die Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen vermittelt wird. Zum anderen den Sonntagvormittag mit dem Jugendgottesdienst. Des Weitern sollen auch geistliche Impulse in den Programmabenden eingestreut werden. Dadurch sollen die KonfirmandInnen den Glauben als etwas Alltagsnahes und wertvolles kennenlernen. Die MitarbeiterInnen bekommen auch zusätzlichen geistlichen Inhalt durch die Morgenimpulse mit.

Wir wollen junge Menschen begeistern für Jugendarbeit, den Glauben und für das Ehrenamt. Dies geschieht im direkten Gespräch mit (jungen) MA und mit den (gestandenen) Ortsmitarbeitern zu den TN. Hierbei ist es wichtig, dass neue MitarbeiterInnen von der Leitung wahrgenommen werden und auch auf dem ersten Camp begleitet werden. Hierfür wurde die Jungmitarbeiter-Begleitung eingeführt. In diese Kurz-Schulung sollen alle MitarbeiterInnen teilnehmen, die das erste Mal bei einer Freizeit dabei sind. Die Inhalte dieser Kurz-Schulung sind vor allem, wie verhalte ich mich als MitarbeiterIn und was ist meine Aufgabe und Rolle. Ebenso wird auf die Fragen der MitarbeiterInnen eingegangen, um Sie in ihrem ersten Kontakt zu begleiten und nicht zu überfordern. Durch diese Struktur und durch diese enge Begleitung soll erreicht werden das Potenziale der MitarbeiterInnen erkannt und gefördert werden. Die MA können sich in ihrer MA-Rolle weiterentwickeln. Es gibt für die neuen und jungen MitarbeiterInnen kleinere Hilfsjobs bzw. Unterstützung für Aufgaben die sie gut übernehmen können. Diese kleinen Hilfs Jobs, können dann aber auch zu größeren Aufgaben führen können. Kiosk-MA zu Kiosk-Leitung mit Geld Verantwortung etc. MA im Programm Team nächstes Jahr mit in der Leitung oder eigenes Programm-Team anleiten. Das Konfi-Camp ist die perfekte Spielwiese um seine Fähigkeiten auszuprobieren.

 

*Weiterentwicklung*

Durch den Punkt Weiterentwicklung zu dem wir noch später im Konzept kommen, sollen weitere Angebote rund um das Konfi-Camp geschaffen werden, die dazu führen sollen, dass es weitere Vernetzung- und Multiplikatoren Möglichkeiten gibt.

Dieser Punkt wird genauer bei Punkt 6. Perspektiven eingegangen. Dennoch soll das Konfi-Camp nicht einfach aus Tradition so bleiben wie es die letzten Jahre war. Es muss sich ständig hinterfragt werden, ob der Ablauf und die als gesetzt angesehenen Punkte auch verändert werden können. Dies ist enorm wichtig, ebenso wie sich an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, damit das Konfi-Camp weiterhin ein großartiger Event im Konfirmandenjahr bleibt. Dieses weiterentwickeln und hinterfragen geschieht vor allem im Leitungsteam des Konfi-Camps. Anregungen werden bei den eigenen MitarbeiterInnen, bei Bezirksveranstaltungen sowie den Treffen mit anderen Konfi-Camps eingeholt.


Ablauf eines Camps:

Über die Jahre hat sich hier eine gewisse Tradition eingebürgert. Im Anhang befindet sich eine Programmübersicht von 2019. Der Freitagabend ist ein großer Show-Abend wo das Vorstellen der einzelnen Gemeinden im Vordergrund steht, hierbei soll ebenso versucht werden die Spiele möglichst interaktiv zu halten. Im Anschluss gibt es auf dem Gelände verteilt einige Angebote, wie beispielsweise eine Kletterwand, Sumo-Anzüge oder ähnliches. Der Samstagvormittag ist den PfarrerInnen und ihrer Gruppe gewidmet, hier gibt es eine ausgearbeitete Konfi-Stunde. Ziel ist es den KonfirmandInnen das Thema des Konfi-Camps näher zu bringen. Der Samstagnachmittag wurde in den letzten Jahren immer von einem Stationenlauf geprägt. Dennoch gab es hier in früheren Jahren von den Gemeinden vorbereitete Workshops. Der Samstagabend ist dann nochmals ein großer Spieleabend. Dieser ist oft in das Thema eingebettet. Hier ist der Mix aus Unterhaltung und Spielen im Vordergrund. Im Anschluss gibt es wiederum die Angebote von Freitagabend, zusätzlich spielt die Konfi-Camp Band noch ein Konzert. Am Sonntagvormittag gibt es einen Jugendgottesdienst der inhaltlich das Thema zu einem Abschluss bringt.

 

3.    Leistungen des eje

  • Bustransfer(SammelfahrtimKBZnachRötenbach)
  • Vollpension(Verpflegung& UnterkunftimZeltaufFeldbetten)
  • Programm(Fr.Abend,Sa.Ganztags,So.Vormittag)
  • MitarbeiterBegleitun
  • MaterialundSpiele

4.    Finanzen

Die Kalkulation für das Konfi-Camp findet sich im Anhang. Das Konfi-Camp finanziert sich vor allem über die TN-Beiträge, doch zahlen die KonfirmandInnen oft nicht den gesamten Beitrag. Ein Teil der Kosten wird von den Gemeinden mitgetragen, damit für die KonfirmandInnen das Camp immer noch im Preis günstig bleibt und das kein Grund für ein fernbleiben des Camps ist.


Beispiel aus dem Infobrief 2020:

Die Kosten betragen 78,-- € pro teilnehmendem Konfirmand. Die Gemeinden legen die Höhe ihres Zuschusses selbst fest. Der Informationsbrief enthält aus diesem Grund noch keinen festen Teilnehmerbeitrag (siehe Punkt 2). Ich empfehle eine TN- Eigenbeteiligung von 45,-- €.

 

Für die Finanzierung der Mitarbeiter gilt: Für 7 Teilnehmende ist 1 Mitarbeiter kostenfrei. Weitere Mitarbeiter werden mit 35,-- in Rechnung gestellt. Für Personen, die im Haus übernachten, werden Hausübernachtungskosten von 15,-- pro Nacht in Rechnung gestellt.

 

Über den Landesjugendplan werden die maximalen Mittel (1.200,-- €) für eine solche praktische Maßnahme beantragt und jedes Jahr auch bewilligt.

 

5.    Perspektiven

Um das Konfi-Camp weiterzuentwickeln, ist es wichtig nicht stehen zu bleiben, sondern neue Wege und Ideen auszuprobieren. Mit Unterstützung des Jugendausschuss sollen weitere Projekte und Ideen überlegt und angestoßen werden. Genauso soll die Verknüpfung mit den einzelnen Angeboten des Evang. Jugendwerks Esslingen im Blick behalten und ausgebaut werden.

 

2020 konnte das Konfi-Camp aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden, um dennoch den KonfirmandInnen etwas anzubieten wurde ein Konfi-Tag als Ersatz- Angebot für das Konfi-Camp gestaltet. Dieser orientierte sich an einem Stationenlauf und wurde in 8 Gemeinden mit über 100 KonfirmandInnen durchgeführt. Dies zeigt, dass auch solche Tagesangebote eine Möglichkeit sind weiter im Konfirmandenjahr aufzutauchen. So gibt es schon Gedanken und Überlegungen für weitere Angebote, diese sind momentan aber noch in der Planungsphase und brauchen weitere Entwicklung um diese dann auch umzusetzen. Dies wäre zum Beispiel eine Konfi- Aktion in Kooperation mit CVJM Esslingen. Der CVJM Esslingen ist mit einer der stärksten Partner in der Stadt Esslingen und kann uns daher viele Möglichkeiten bieten. Es war einmal angedacht im Rahmen von den OMG Jugendevangelisation Tagen etwas gemeinsam zu entwickeln. Hier wurden auch schon Gespräche geführt die aber für OMG allerdings keine weiteren Schritte ergeben hatten.

 

Eine weitere Idee die noch in Planung ist, ist eine Konfirmanden Disco angelehnt an die KonspirationX aus Stuttgart. Diese Idee hat der Leitende Referent Michael Weisbach aus Stuttgart bei seinem Dienstbeginn mitgebracht. Er war damals mit für diese Veranstaltung verantwortlich. Der Gedanke ist eine Party in einem Gemeindehaus / Kirche zu veranstalten, um Kirche weiter attraktiv zu gestalten und weitere Vernetzungs- und Multiplikatoren Flächen zu schaffen. Dort können sich die KonfirmandInnen treffen aber auch die MitarbeiterInnen aus den Orten haben eine coole Möglichkeit um sich zu treffen und gemeinsam ein Projekt zu stemmen.

 

Für 2021 wird ein Doppelcamp als Ersatzlösung für das ausgefallene Camp 2020 angestrebt. Geplant ist zwei Konfirmandenjahrgänge auf die Dobelmühle einzuladen und dort ein größeres Camp zu veranstalten. Wie die genaue Konzeption dieses Camps aussieht ist momentan noch offen gehalten, da man auch abwarten muss, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickelt. Doch hier liegt der aktuelle Fokus.

 

6.    Anhang

  • Programmflyer
  • Kalkulation
  • Terminschiene KC

Erstellt von Frédéric Postic im September 2020 -  Das Konzept tritt am 22.09.2020 in Kraft.

 

Konzepte im Überblick