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Ehrenamtswertschätzung

Vernetzen * Multiplizieren * Befähigen * Weiterentwicklung thankful – Wertschätzung im Ehrenamt

„Zufriedene Ehrenamtliche sind die beste Werbung!“ Willemien Boot                 

Top 1: Ziele
Ziel 1 Wertschätzung der Ehrenamtlichen im eje
Ziel 2 Stärkung des WIR im eje. Gemeinschaft. Ich gehöre dazu.
Ziel 3 Vernetzung unterschiedlicher Personenkreise  

Top 2: Begründung Ehrenamtlichen lassen sich gewinnen!
Jahr für Jahr führen wir im eje die unterschiedlichsten Aktionen, Veranstaltungen und Gremien durch. Bei allem sind Ehrenamtliche engagiert dabei und bringen ihre Ressourcen voll ein. Sie machen das gerne, motiviert und aus einer Überzeugung heraus. Vielleicht wurden sie anfangs gefragt: hast du Lust mitzuarbeiten, vielleicht wurden sie aber auch aufgefordert: Hey, wir brauchen dich! Vielleicht machen Sie es aus kirchlich sozialisiertem Hintergrund. Oder eben auch weil es sich gut macht im Qualipass. Vollkommen egal mit welchen Zugängen. Es dient den Kindern und Jugendlichen, jungen Erwachsenen.  

Anerkennung ist Grundbedürfnis!
Anerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis, ohne sie ist es unmöglich zu leben. Anerkennung entspringt einer liebenden, wertschätzenden Grundhaltung, die den anderen Menschen als einen von Gott geliebten Menschen versteht. Unabhängig von Status, Leistung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Einschränkung, Nationalität, Krankheit, Behinderung oder Alter ist sie die Basis für ein gutes Miteinander. Aus der wertschätzenden Haltung erwachsen viele Zeichen gegenseitiger Anerkennung. Das wiederum führt dazu, dass Ehrenamtliche und Hauptberufliche gerne arbeiten und die eigenen Fähigkeiten angstfrei und kreativ ausschöpfen können. Wertschätzung heißt, den Blick auf die Gaben des anderen zu richten, nicht auf seine „Fehler“.          

Auf allen Ebenen wird signalisiert: „Du bist mir wichtig“ und „Es ist schön, dass es Dich/Sie gibt“. Das bedeutet nicht, dass es keine Kritik geben darf. Denn auch eine konstruktive Kritik zeigt, dass die Person und ihre Aufgaben ernstgenommen werden und wichtig sind.  
Eine wertschätzende Haltung spiegelt sich außerdem in Fehlerfreundlichkeit wieder. Kein Mensch ist perfekt.  
Anerkennung beginnt beim ersten Kontakt. Sie zeigt sich in den Grundformen von Höflichkeit wie z. B. Tür aufhalten, ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, ein Kompliment machen, sorgsam mit der Zeit des anderen umgehen oder in einer unterstützenden Geste (z. B. beim Aufräumen helfen).  
Darüber hinaus geht es auch darum, das Denken, Fühlen, Handeln und Reden des anderen „wert-zu-schätzen“ und ernst zu nehmen, selbst dann, wenn man eine andere Meinung vertritt. Allerdings muss man in bestimmten Fällen Grenzen ziehen, z. B. wenn eine Person sich sexistisch oder fremdenfeindlich äußert.  
Anerkennung im „Gießkannenprinzip“ ist kontraproduktiv. Sie sollte auch nicht mit Lob verwechselt werden. Lob ist zwar eine anerkennende Äußerung, aber ein Lob stellt einen Hierarchieunterschied zwischen dem Lobenden und dem / der Belobigten her.  

„Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.“ Molière    

Aus der Perspektive von Ehrenamtlichen betrachtet
Wertschätzung und Anerkennung zu erhalten heißt „gesehen werden“. Ihre Arbeit wird gewürdigt und die Ehrenamtlichen bewegen sich in einem akzeptierenden Umfeld. Für sie als Person und für ihre Arbeit bedeutet das:  
> Sie schätzen sich selbst wert. Sie bringen Zeit, Talente, Neigungen und Stärken ein.  
> Sie erleben, dass Sie und Ihr Aufgabenfeld gut eingebunden sind.  
> Sie erhalten Informationen, fachliche Unterstützung und Fortbildung.  
> Sie können Verantwortung übernehmen und aktiv an Entscheidungsprozessen mitwirken.  
> Es besteht die Bereitschaft zur Lösung von Konflikten.  

Vieles davon ist auch für unsere HAs (beruflich Mitarbeitende) wichtig.          

Aus der Perspektive von Verantwortlichen betrachtet
Ein wertschätzendes Miteinander erfordert besonders von Verantwortlichen ein genaues Hinsehen und aufmerksames Zuhören. Wir im BAK und die hauptamtlich Mitarbeitenden sind es, die die Kultur einer Organisation maßgeblich prägen. Für jeden Einzelnen bedeutet das:  
> Das eigene Handeln zu reflektieren. Sich selbst und die Wirkung meines Tun beobachten.  
> Wir achten auf eine respektvolle, diskriminierungsfreie Atmosphäre.  
> Wir bieten regelmäßige Gespräche an, hören aufmerksam zu und geben ehrliche Rückmeldung.  
> Wir denken an kleine Gesten des Dankes und an Raum für gemeinsames Feiern.  
> Wir fördern die Kontakte der Ehrenamtlichen untereinander, auch über deren Arbeitsbereich hinaus. 
> Wir Hauptamtlichen unterstützen die Ehrenamtlichen, indem wir uns um eine gute Organisation, geklärte Rahmenbedingungen und zügigen Informationsfluss bemühen.  
> Wir nehmen Konflikte unparteilich wahr und organisieren  Klärungsprozesse.  
> Wir fördern, multiplizieren, vernetzen und befähigen! Gaben und Fähigkeiten jedes Einzelnen sind im Blick.  

Theologischer Aspekt Wertschätzung
Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. (1. Korinther 12)   
Er (Jesus) sandte sie zu zweien zur Predigt aus, weil es zwei Gebote der Liebe gibt: die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Und es gibt keine Liebe, wo weniger sind als zwei. Ohne darüber zu sprechen, belehrt uns der Herr damit, dass jemand, der zum Nächsten keine Liebe hat, das Amt der Verkündigung nicht übernehmen darf. (Gregor der Große)  
Auch die Apostel werden zu zweit berufen und in den Apostellisten in Zweiergruppen aufgeführt. Glaubensverkündiger sind keine Einzelkämpfer. Wir vergessen das heute oft. Und können daher gegensteuern.  
Man beginne den Tag mit einem dankbaren Herzen. Die Bibel sagt in Psalm 92, 2-3: „Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen.“  
Es gibt wie zu erkennen ist einige Bibelstellen die das Thema aufgreifen und uns deutlich machen, dass Dankbarkeit und Wertschätzung eine Grundhaltung für die Christen sein sollte. Und da wir im Bezirksjugendwerk das Evangelium verkünden, muss auch diese Haltung bei uns bestand haben.    

Top 3: Formen der Anerkennung

Ideelle Anerkennung Ehrungen und Auszeichnungen

·         Verdienstmedaillen und -orden, Ehrennadeln, Ehrenzeichen, Urkunden
·         (ideelle) Preise - innerhalb der Stadt, des Landes oder auch innerhalb der Organisation: Das Mitglied des Jahres­
·         Ernennungen zum Ehrenbürger­
·         Anerkennung durch Öffentlichkeitsarbeit
·         Berichte über die Arbeit / Leistung von Ehrenamtlichen in öffentlichen und verbandlichen Medien
·         Grußworte, Ansprachen usw. von namhaften Persönlichkeiten, (öffentliche) Dankeschön-Veranstaltungen
·         Empfänge bei Politikern, Kontaktgespräche
·         Veranstaltungen zum Tag des Ehrenamts am 5.12. jeden Jahres
·         öffentliche Auswertung von Wettbewerben und Preisverleihungen
·         Ausstellung der Arbeit von Freiwilligen   Direkte persönliche Anerkennung

Kontakte und Gespräche zwischen den Haupt- und Ehrenamtlichen
·         Ein Ansprechpartner steht zur Verfügung, der auch Zeit hat, sich um die Anliegen der Ehrenamtlichen zu kümmern
·         "Geselligkeit", u.a. Einladung zu Feiern der Organisation, persönliche Einladung zu einem spezielles Fest für Ehrenamtliche (thankful)
·         "Lob" für geleistete Arbeit => Lächeln!
·         Übergabe von Verantwortung, Regelungen für Mitsprache
·         Vertrauensbeweise, zum Beispiel eigener Etat, eigene Schlüssel für die Räumlichkeiten (Gemeindehaus, Otto-Riethmüller Haus), Mitspracheregelungen
·         Gratulationen zu Geburtstagen und Feiertagen (Glückwunschkarten, Weihnachtskarte)
·         Dankeschreiben
·         Weihnachtsgeschenk  

Materielle Anerkennung Finanzielle Leistungen
·         Erstattung von Fahr-, Telefon-, Porto- und ähnlichen Kosten
·         Aufwandsentschädigungen   
·         Erstattung von Verdienstausfall bei Freistellung       
·         Geld-Preise bei Wettbewerben für Einzelpersonen und Organisationen  

Geldwerte Vorteile
·         Ermäßigungen/Kostenerlass bei Dienstleistungen: freier/ermäßigter Eintritt in städtische und verbandliche Einrichtungen, Kost- und Logisfreiheit, kostenlose Nutzung von Nahverkehrsmitteln   
·         Steuerfreibetrag für Aufwandsentschädigung  (zum Beispiel „Übungsleiterpauschale“)
·         Anrechnung von ehrenamtlichen Pflegezeiten für die gesetzliche Rentenversicherung  

Sachleistungen
·         Geschenke zu Geburts- und Feiertagen  

Ehrenamt
Ehrenamtliche Tätigkeit ist unentgeltlich. Sie ist jedoch nicht kostenlos. Die professionelle Begleitung von Ehrenamtlichen kostet Geld und bringt großen Gewinn. Deshalb sind alle Dienststellen verpflichtet, in angemessenem Umfang Haushaltsmittel. Im Bereich Ehrenamt und Geld geht es um eine Gratwanderung: Einerseits muss Ehrenamt unentgeltlich bleiben, darf also nicht bezahlt werden. Andererseits kann es nicht sein, dass Ehrenamtliche selbst noch Geld mitbringen müssen. Die „Zeitspende“ sollte genügen. Konkret bedeutet das: Auslagenerstattung ist selbstverständlich zu gewähren, Geldzahlungen darüber hinaus sind kritisch zu prüfen.  

Nachweise
Dokumentation der Tätigkeit und der Qualifikation
·         Ehrenamts-„Ausweise", zum Beispiel Jugendleiter-Card, Übungsleiterlizenzen, Plaketten
·         Eintrag von ehrenamtlichem Engagement von Schülern ins Zeugnis oder in ein entsprechendes Beiblatt
·         Nachweis über ehrenamtliches Engagement bzw. Zeugnis ausstellen über das Engagement (z.b. Qualipass)    

 

Top 4:
Umsetzung thankful
z.b. Zeitlicher Rahmen 1 x jährlich am 2. Oktober  
Ablauf:
18 Uhr Start mit Aktivität
20 Uhr Sektempfang / Buffeteröffnung (Warm)
21 Uhr Danksagungen
21 Uhr Offener Teil / Party / Kultur / etc.

Mitarbeiterteam Leitung, 2-3 Ehrenamtliche, 2 FSJ ler Gäste Rechtzeitig einladen  

Top 5: Listen

Roadmap Was passiert wann durch wen Material und Räume Bereitstellung durch das eje    

Top 6: Weiterarbeit / Verknüpfungen     Themen Seit wann? Wer Termin Durchführung tankful BAK Frühsommer 2021   Anlage(n): Wie z.b.: Logo´s, Corporate Design, Materiallisten, Roadmaps     Anlage: